Founder’s Note
Warum dein Wortschatz beim Appwechsel mitkommen sollte
Aus Gründerinterviews redaktionell bearbeitet
Als ich einen neuen Vokabeltrainer ausprobierte, kannte ich nach eigener Schätzung rund 2.500 japanische Wörter. Die musste ich erst einmal einsortieren: kenne ich, kenne ich nicht. Wort für Wort.
Drei Decks und noch mehr Vorwissen
Ich hatte mit drei Anki-Decks und WaniKani gelernt. Manche Wörter standen in mehreren Decks, andere kannte ich aus dem Sprachkurs oder hatte sie nebenbei aufgeschnappt. Kein einzelner Export enthielt meinen ganzen Wortschatz.
Das neue Werkzeug konnte nichts dafür. Die Einordnung ging sogar recht schnell. Aber bei ein paar Tausend Wörtern wird auch schnelles Klicken zur Arbeit. Ich wollte weiterlernen und musste erst meinen bisherigen Stand nachtragen.
Vorwissen übernehmen, Lücken offenlassen
Deshalb soll vorhandene Lerndaten nutzen: welche Wörter du geübt hast, wie die Wiederholungen liefen und wann die nächste ansteht. Dafür muss eine alte Karte zuverlässig dem passenden Wort zugeordnet werden können. Das klappt nicht mit jeder Karte.
Für Wörter aus dem Kurs gibt es oft keine solche Historie. Da braucht es eine Einschätzung und die Möglichkeit, selbst zu sagen: Das weiß ich schon. Ein Import und eine Schätzung können sich ergänzen. Beides bleibt korrigierbar.
Bekannte Wörter sollen wieder auftauchen
Mir geht es darum, was danach passiert. Ein bekanntes Wort muss nicht wieder als neue Vokabel anfangen. Es kann in einer Formenübung vorkommen oder in einem Satz. Beim Lesen braucht es vielleicht keine eingeblendete Lesung mehr.
Und wenn es doch nicht sitzt? Dann muss ich es nachschlagen und erneut üben können. Vielleicht kenne ich die Bedeutung, aber nicht die Lesung. Mein Lernstand soll sich durch das, was ich tatsächlich tue, berichtigen lassen.
Das war ein Ausgangspunkt für : weniger Zeit damit verbringen, einer App den eigenen Wortschatz zu erklären. Mehr Zeit, ihn zu benutzen.